Die Schulgemeinschaft der Pestalozzi-Realschule verabschiedet ihre Konrektorin Petra Hellmann
Mit Musik, bewegenden Worten und vielen persönlichen Erinnerungen verabschiedete die Schulgemeinschaft am 27. Juli 2026 ihre Konrektorin Petra Hellmann in den wohlverdienten Ruhestand.
Den festlichen Auftakt der Feier in der Aula der PRS gestalteten der Chor unter der Leitung von Sebastian Lock, sowie die Streicher-AG unter der Leitung von Mechthild Ziegler-Knapp mit dem Musikstück „So wie sie“ aus dem Schulmusical „Coco Superstar“. Mit diesem musikalischen Gruß wurde die Wertschätzung für die langjährige Konrektorin bereits zu Beginn eindrucksvoll zum Ausdruck gebracht.
Im Anschluss begrüßte Mechthild Ziegler-Knapp als dienstälteste Kollegin die zahlreichen Gäste darunter Schulamtsdirektorin Katja Meiser, Oberstudiendirektor Ralf Trabold, Realschulrektorin Kerstin-Neunecker-Weis, Rektorin Alexandra Bechthold, Realschulrektor Tobias Majer, Konrektor Magnus Brünner, Schuldekan Gunnar Kuderer, die ehemalige Rektorin Ingeborg Koch, Elternbeiratsvorsitzender Stefan Seyfferth, Susanne Kieser, Ulrike Neureither und Sandra Klenk vom Förderverein, Abteilungsleiterin Silke Heiß und Amtsleiterin Juliane Knapp als Vertreterinnen der Stadt Mosbach sowie den stellvertretenden Schülersprecher Damian Quarz und eröffnete mit diesen herzlichen Begrüßungsworten die Feierstunde.
In einer sehr emotionalen Ansprache würdigte Schulleiter Marco Schirk das langjährige Wirken von Petra Hellmann an der Schule. Er blickte auf die gemeinsame Zeit zurück und dankte ihr für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Verlässlichkeit und ihr großes Engagement für die gesamte Schulgemeinschaft. Die gemeinsame Arbeit von elf Jahren sei weit mehr gewesen als eine normale Zusammenarbeit, betonte er, vielmehr sei eine enge, vertrauensvolle Partnerschaft entstanden, die von Respekt, Offenheit und Loyalität getragen worden sei. Er hätte sich niemals alleine gefühlt und es sei eine große Ehre für ihn gewesen, mit ihr die Schule gemeinsam führen zu dürfen,
Für einen weiteren musikalischen Höhepunkt sorgten die ehemaligen Schülerinnen der Streicher-AG Milena Biehler, Pelin Ergun, Jessica Erhard und Julia Fellhauer mit dem traditionellen schottischen Volkslied „Loch Lomond“ zusammen mit Mechthild Ziegler-Knapp und ihrer Geige und Petra Kral-Herkommer am Klavier.
Im Anschluss daran trat Schulamtsdirektorin Katja Meiser ans Rednerpult. Sie zeigte sich in ihrer Ansprache tief beeindruckt von Petra Hellmanns kommissarischer Leitung der Schule während der Krankheitsphase von Schulleiter Marco Schirk sowie von ihrer stets hohen Professionalität. Besonders wertvoll seien für sie die persönlichen Gespräche gewesen, die weit über den schulischen Alltag hinausgegangen seien. Petra Hellmann hinterlasse eine große Lücke, sagte sie, könne jedoch mit Stolz auf ihr berufliches Wirken zurückblicken. Mit der Überreichung der offiziellen Ruhestandsurkunde verband sie zugleich die Bekanntgabe von PRS-Kollegin Melanie Heffner-Leitner als Nachfolgerin im Amt der Konrektorin.
Auch die beiden Vertreterinnen des Schulträgers Silke Heiß und Juliana Knapp richtete im Namen der Stadt Mosbach und des Oberbürgermeisters Julian Stipp ihre Grußworte an die scheidende Konrektorin. In ihrem Rückblick erinnerte Architektin Juliana Knapp an den gemeinsamen Weg während der Sanierungsphase der Schule, der an jenem Tag begann, als ein Gewitterregen eine undichte Stelle im Dach fand und somit eine mehrjährige Baustellenzeit ausgelöst hatte. Petra Hellmann sei in dieser Zeit stets ein Ruhepol und eine aufrichtige Partnerin gewesen, auf die jederzeit Verlass gewesen sei und damit zu Recht ein „Baustellendiplom“ verdient hätte. Stets habe sie, so betonte Frau Knapp, mit viel Herzblut und lösungsorientiert jedes Problem in Angriff genommen und so den Schulbetrieb für alle am Laufen gehalten. Als besondere Geschenke wurden eine spezielle Mosbach-Tasse, ein rotes Glöckchen an Anlehnung an das „Lumpenglöckle“ und ein Fotobuch über die Sanierung der PRS überreicht.
In ihrem Grußwort betonte die Vorsitzende des Fördervereins, Susanne Kieser, gemeinsam mit der stellvertretenden Vorsitzenden Ulrike Neureither und der Kassenwartin Sandra Klenk, dass Petra Hellmann über viele Jahre hinweg wichtige Brücken zwischen Schule und Förderverein gebaut und die Zusammenarbeit nachhaltig geprägt habe. Besonders dankte sie ihr für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihr Engagement als Schriftführerin des Fördervereins. Als geschätztes Mitglied des Vorstandsteams habe Petra Hellmann den Förderverein mit ihrer zuverlässigen und engagierten Arbeit maßgeblich mitgestaltet.
Im Namen der Schülerschaft bedankte sich der stellvertretende Schülersprecher Damian Quarz herzlich für die stets offene und wertschätzende Art der Konrektorin sowie für ihr Engagement zum Wohl aller Schülerinnen und Schüler.
Mit dem deutschen Volkslied „Jetzt kommen die lustigen Tage“, wieder virtuos dargeboten von den Streicherinnen unter der Leitung von Mechthild Ziegler-Knapp und Petra Kral-Herkommer am Klavier, wurde der Blick bereits auf den neuen Lebensabschnitt der Geehrten gelenkt.
Ein besonderer Beitrag des Kollegiums durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen. Claudia Schönenberg und Sebastian Lock übernahmen stellvertretend für die Lehrerschaft diese ehrenvolle Aufgabe. Kollegin Claudia Schönenberg sprach davon, dass statt den Gefühlen von Wehmut und Traurigkeit Raum zu geben, es Zeit für einen „Mutausbruch“ sei. Inspiriert von der Geschichte des kleinen Drachen und des großen Pandas von James Norbury wurde deutlich, dass jeder Abschied zugleich der Beginn von etwas Neuem ist. Der kleine Drache lernt darin, Vertrautes loszulassen, mutig unbekannte Wege zu gehen und schließlich ein neues Zuhause zu finden. Die Geschichte machte Mut, den Ruhestand nicht als Ende, sondern als einen neuen Lebensabschnitt voller Möglichkeiten, Begegnungen und schöner Überraschungen zu sehen.
Kollege Sebastian Lock betonte, dass die Schule für die Geehrte mehr als ein Arbeitsplatz gewesen sei. Mit ihrer Leidenschaft, ihrem Herzblut und auch ihrer Fähigkeit, schwierige Entscheidungen treffen zu können, habe sie weit über ihre Grenzen hinaus der Schulgemeinschaft gedient und alles für deren Wohl getan.
Als Dank für diese besonderen Dienste wurden ausgewählte Geschenke überreicht: Ein Memory-Spiel mit Bildern aus der PRS lädt dazu ein, in Erinnerungen an die gemeinsame Zeit einzutauchen, farbig abgestimmte PRS-Zwerge werden künftig ihren Platz in ihrem Garten finden und damit an die Schulgemeinschaft erinnern und mit einem Theatergutschein ist bereits für kulturelle Erlebnisse im Ruhestand gesorgt. Besonders persönlich war das mit kleinen Botschaften gefüllte Keksglas, in dem die gesamte Schulgemeinschaft ihre guten Wünsche und Erinnerungen festgehalten hat.
Und weil das Leben nach der Schule keineswegs stillsteht, sondern weiterhin voller Möglichkeiten steckt, präsentierte der Ad-hoc-Lehrerchor eine umgeschriebene Version von Udo Jürgens „Mit 66 Jahren“, den er lautstark zum Besten gab.
Auch die Englischfachschaft wollte es sich nicht nehmen lassen, ihre geschätzte Kollegin und ehemalige Fachschaftsvorsitzende würdevoll zu verabschieden. Sebastian Lock und Nicole Becker überreichten als Zeichen des Dankes einen Kanadareiseführer für die neue Zeit ohne Stundenpläne, dafür aber mit viel Zeit für Reisen und neue Überraschungen.
Zum Abschluss der offiziellen Feier richtete Petra Hellmann selbst das Wort an die Anwesenden. Mit emotionalen Worten ließ sie ihr bewegtes Leben an der PRS Revue passieren, beginnend vor 29 Jahren als Englisch- und Religionslehrerin, dann die letzten elf Jahre als Konrektorin. Besonders die Jahre in der leitenden Funktion haben es in sich gehabt: Sanierung des Schulgebäudes, Organisation des Unterrichts in den Containeranlagen, die schwierige Schulzeit unter Coronabedingungen, zuletzt der Umzug ins neue Schulgebäude. Deshalb sei es ihr auch wichtig, jenen Menschen zu danken, die ihr in dieser Zeit unterstützend zur Seite standen wie Schulamtsdirektorin Katja Meiser, die ihr auch in ihrer schweren Krankheitsphase stets besonderen Mut gemacht und ihr diesen würdigen Abschied nun ermöglicht habe. Sie danke auch den Rektorinnen und Rektoren der umliegenden Schulen für die stets gute Zusammenarbeit sowie dem Schulträger. Dankbare Worte fand sie auch für ihr Kollegium, mit dem es nie langweilig gewesen sei, besonders aber danke sie Ingrid Jung für die wertvolle Unterstützung in ihrer Rekonvaleszenzzeit. Zuletzt richtete sie ihr Wort an Marco Schirk, dem sie für die gleichberechtigte Partnerschaft, für das entgegengebrachte Vertrauen und die gemeinsam erreichten Ziele auf das Herzlichste danke. Sie gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, sagte sie und sei besonders dankbar für die vielen kleinen Momente, die ihren Schulalltag bereichert hätten, und für das engagierte Miteinander der gesamten Schulgemeinschaft. Sie habe sich stets gut aufgehoben gefühlt und jeden Tag gespürt, dass Schule, ganz nach dem PRS-Motto, viel mehr ist. Zum Abschluss ihrer Rede meinte sie mit einem Schmunzeln, sie freue sich aber auch darauf, den Wecker am Morgen einfach mal ausschalten zu können.
Beim anschließenden Sektempfang und einem reichhaltigen Buffet klang die Feier in geselliger Atmosphäre aus. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, sich persönlich von Petra Hellmann zu verabschieden und ihr für den neuen Lebensabschnitt alles Gute, viel Gesundheit und unzählige schöne Momente zu wünschen.