Prävention an der PRS
Prävention an der PRS
Prävention ist uns an unserer Schule ein wichtiges Anliegen. Mit vielfältigen Präventionsangeboten und Veranstaltungen möchten wir unsere Schülerinnen und Schüler stärken, sie für wichtige Themen sensibilisieren und sie dabei unterstützen, sicher, verantwortungsvoll und selbstbewusst ihren Weg zu gehen.
Digitale Medien
„Verklickt“ - Prävention Mediengefahren
„Des einen Freud, des anderen Leid“, so könnte man die Beziehung der Menschen zum Smartphone beschreiben. Für viele Kinder und Jugendliche ist das kleine Gerät praktisch nicht mehr wegzudenken, und obwohl es im Unterricht bei uns verboten ist, ist es dennoch immer präsent. Daher ist es mehr als sinnvoll, den richtigen Umgang mit dem einerseits Ablenkungsgrund Nr. 1 und dem andererseits nützlichen Helfer zu erlernen. Dies gilt selbstverständlich für alle Geräte mit Zugriff auf die digitale Welt. Im Rahmen des Projekts „Klasse im Netz“ aus „Polizeiliche Prävention auf dem Stundenplan“ werden unsere 6. Klassen mit dieser spannenden, aber nicht gefahrlosen Welt vertraut gemacht. Dabei stehen das sichere Surfen im Internet, Passwortsicherheit, die Gefahren im digitalen Raum und das soziale Miteinander im Vordergrund.
Am 03. und 05. Februar 2026 wurden unsere drei sechsten Klassen in dieses wichtige Thema auf aktive und spielerische Weise vom Polizeihauptkommissar Lars Maylandt von der Polizei Mosbach eingeführt. Dabei wurde deutlich, dass Surfen und Zocken im Internet noch mehr Spaß machen, wenn man die eigene Sicherheit und die Rechte anderer beachtet.
Total vernetzt – Präventionstheater sensibilisiert Fünftklässler für den Umgang mit digitalen Medien
"Total vernetzt" ist der Titel des Präventionstheaters der Theatergruppe Q-rage, das am 7. Juli 2026 im Nikolaus-Kistner-Gymnasium für die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen der Pestalozzi-Realschule aufgeführt wurde.
Smartphones, soziale Netzwerke, Messenger-Dienste und Online-Spiele gehören heute ganz selbstverständlich zum Alltag junger Menschen. Doch die digitale Welt bietet nicht nur viele Möglichkeiten, sondern birgt auch Risiken. Genau hier setzt das Theaterstück Total vernetzt an, dessen Aufführung durch die finanzielle Unterstützung des Vereins für Jugendhilfe und den Jugendfonds im Neckar-Odenwald-Kreis ermöglicht wird.
Mit einer authentischen und lebensnahen Inszenierung griffen die Schauspielerinnen und Schauspieler Themen auf, die viele Kinder bereits aus ihrem eigenen Alltag kennen: den verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten, Gruppenzwang in Chats, Cybermobbing, den Einfluss sozialer Medien sowie die Frage, wie man im Internet respektvoll miteinander umgeht. Dabei wurde nicht mit erhobenem Zeigefinger belehrt, sondern die Schülerinnen und Schüler wurden durch spannende Szenen, Humor und nachdenkliche Momente zum Mitdenken angeregt.
Zwischen den Szenen und auch am Ende der Aufführung hatten die Kinder die Möglichkeit, mit den Schauspielenden ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam wurden die dargestellten Situationen reflektiert, Fragen beantwortet und Strategien entwickelt, wie man sich in schwierigen Situationen im Netz verhalten kann. Unterstützung bekam das Theaterteam dabei von Frau Geiger von der Polizei Mosbach, die die rechtlichen Aspekte unter die Lupe nahm und aufklärend informierte.
Der Besuch des Präventionstheaters ist ein fester Bestandteil der Medienprävention an der Pestalozzi-Realschule. Ziel ist es, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu stärken und sie für Chancen und Gefahren der digitalen Welt zu sensibilisieren. Gerade in einer Zeit, in der digitale Medien einen immer größeren Raum im Alltag von Kindern und Jugendlichen einnehmen, ist es wichtig, verantwortungsbewusstes Handeln zu fördern und Orientierung zu geben.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Organisatoren, Frau Geiger sowie der Theatergruppe Q-rage für die gelungene und eindrucksvolle Aufführung, die den Schülerinnen und Schülern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ebenso möchten wir uns beim Förderverein der PRS bedanken, die den Eintritt von 1€ für alle Schülerinnen und Schüler übernommen hat und weiterhin übernehmen wird.
Drogenprävention
In einer Zeit, in der Kinder und Jugendliche immer früher mit dem Thema Drogen in Berührung kommen, gewinnt die Drogenprävention an Schulen zunehmend an Bedeutung. Besonders Jugendliche befinden sich in einer sensiblen Entwicklungsphase, in der Neugier, Gruppendruck und der Wunsch nach Zugehörigkeit eine große Rolle spielen. Eine frühzeitige und altersgerechte Aufklärung kann dazu beitragen, Risiken realistisch einzuschätzen, eigene Grenzen zu erkennen und verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Drogenprävention ist daher ein wichtiger Bestandteil schulischer Bildungs- und Erziehungsarbeit und leistet einen wertvollen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. In diesem Sinne greift die PRS folgende Drogenpräventionsprogramme auf:
„Polizeiliche Prävention auf dem Stundenplan“
Regelmäßig laden wir speziell geschulte Beamtinnen und Beamte der Polizei ein, um die Schülerinnen und Schülern unserer 8. Klassen über dieses wichtige Thema aufzuklären und ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen des Programms „Polizeiliche Prävention auf dem Stundenplan“ ist die Drogenprävention einer der wichtigsten Bausteine. Die Jugendlichen sollen hierbei nicht nur über Drogen allgemein informiert werden, sondern vor allem auch über die Risiken und Gefahren und die straf- und führerscheinrechtlichen Folgen beim Umgang mit illegalen Drogen aufgeklärt werden. Ziel ist die Förderung der Drogenabstinenz und das Verhindern von Delikten im Zusammenhang mit legalen und illegalen Drogen. Keine leichte Aufgabe, doch Polizeioberkommissar Rico Steiner meisterte diese bravourös, als er am 21. Januar 2026 bei unseren drei 8. Klassen zu Besuch war, um diese Drogenprävention durchzuführen. Auf humorvolle Weise, und mit vielen persönlichen Anekdoten aus seinem Berufsalltag geschmückt, gelang es ihm, die Aufmerksamkeit der Jugendlichen zu gewinnen, ohne mit erhobenem Zeigefinger daherzukommen. Alltagsdrogen wie Nikotin, Alkohol und Cannabis nahmen einen besonderen Schwerpunkt ein, aber auch die „Drogen“ Internet, Handy und das Zocken am Computer standen auf dem Programm. Viele Schülerinnen und Schüler waren von den eindrücklichen Alltagsberichten des Polizeioberkommissars beeindruckt und man konnte ihnen ansehen, dass sie dieses Thema beschäftigt.
„Be Smart – Don’t Start“
An diesem kostenlosen Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen, der unter anderem vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, der Deutschen Krebshilfe und der AOK gefördert und organisiert wird, haben schon einige unserer Klassen erfolgreich teilgenommen und manche konnten bereits den einen oder anderen Preis gewinnen. Die Klasse verpflichtet sich, ein halbes Jahr lang komplett auf jegliche Form des Rauchens zu verzichten oder erst gar nicht damit anzufangen. Gedacht ist der Wettbewerb hauptsächlich für die 6., 7. und 8. Klassen und wird vom Klassenlehrer durchgeführt.
„Bunt statt Blau“
Unter dem Motto „Mit Kunst gegen das Komasaufen“ wirbt der von der DAK geförderte Wettbewerb dafür, kreativ zu werden und lieber zum Pinsel statt zur Flasche zu greifen. Man kann einzeln teilnehmen oder auch als Klasse. Im BK-Unterricht haben schon einige PRS-Schüler davon Gebrauch gemacht und sich kreativ mit dem Thema auseinandergesetzt.
Abschließend lässt sich festhalten, dass diese Drogenprävention weit mehr ist als reine Wissensvermittlung. Sie stärkt junge Menschen darin, selbstbewusst „Nein“ zu sagen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und kritisch mit Einflüssen aus ihrem Umfeld umzugehen. So wird die Grundlage dafür geschaffen, Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg zu gesunden, reflektierten und selbstbestimmten Persönlichkeiten zu begleiten.
Gewaltprävention
„Polizeiliche Prävention auf dem Stundenplan“
Wo viele Menschen zusammenkommen, bleiben Konflikte oft nicht aus. Das ist ganz natürlich, aber die Frage ist, wie mit diesen Konflikten umgegangen wird. In unserer Schulvereinbarung steht ausdrücklich, dass wir respektvoll miteinander umgehen und Konflikte friedlich zu lösen sind. Die Anwendung von körperlicher und verbaler Gewalt ist zu unterlassen. Diskriminierung und Ausgrenzung Einzelner darf nicht erfolgen. Bedeutungsvolle Sätze, die auch in die Tat umgesetzt werden sollen. Einigen Schülerinnen und Schülern fällt dies nicht leicht und das oftmals auch, weil ein Verständnis dafür fehlt, welche Taten unter Gewalt fallen und welche Folgen diese nach sich ziehen.
Aus diesem Grund lädt die PRS regelmäßig ausgebildete Beamtinnen und Beamte der Polizei Mosbach in die Schule ein, um im Rahmen des Programms „Polizeiliche Prävention auf dem Stundenplan“ die Gewaltprävention in der 7. Klassenstufe durchzuführen. Dieses Gewaltpräventionsprogramm soll die Schülerinnen und Schüler in ihrer persönlichen und sozialen Kompetenz stärken und zum besseren Umgang mit Konflikten beitragen. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Facetten von Gewalt, Folgen für Opfer, Täterinnen und Täter sowie Verhaltensmöglichkeiten bei bedrohlichen Situationen aufzuzeigen und zu vermitteln.
Im Schuljahr 2025/26 führte die Erste Polizeihauptmeisterin Christina Geiger diese verantwortungsvolle und wichtige Aufgabe bei unseren drei 7. Klassen durch. Vom 25.11. bis zum 27.11. brachte die resolute Beamtin innerhalb von drei Schulstunden den Schülerinnen und Schülern dieses komplexe Thema anschaulich bei und gab auch interessante Einblicke in ihren Berufsalltag. Mit kleinen Rollenspielen und Wortkarten wurden die Schülerinnen und Schüler für die unterschiedlichen Facetten von Gewalt sensibilisiert und eindringlich auf die Folgen sowohl auf Täter- wie auch auf Opferseite aufmerksam gemacht. Die teilweisen schon sehr durchdachten Antworten der Schülerinnen und Schüler auf die Fragen der Polizistin zeigten, dass dieses Thema sie beschäftigt und sie sparten auch selbst nicht mit Fragen, die von der Ersten Polizeihauptmeisterin geduldig und schlagfertig beantwortet wurden.
Das Fazit des Präventionsprogramms lautet „Gewalt kennt nur Verlierer“ und wird den Schülerinnen und Schülern noch lange im Gedächtnis bleiben.
Verkehrsunfallprävention
Radhelmkampagne „Schütz den BESTES“
Viele Kinder und Jugendliche sind täglich mit dem Fahrrad unterwegs, entweder unterwegs zur Schule oder in der Freizeit. Es macht Spaß und schont die Umwelt. Jedoch tragen laut einer offiziellen Statistik der Bundesanstalt für Straßenwesen ca. 70% der Jugendlichen von 11 bis 16 Jahren keinen Fahrradhelm und riskieren dabei im Falle eines Sturzes schwere Kopfverletzungen, mitunter sogar ihr Leben.
Der Grund, warum so viele Jugendliche keinen Helm tragen, war eine der Fragen, die Polizeioberkommissar Sven Schumacher den Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen am 3. Juli 2026 im Rahmen der „Prävention auf dem Stundenplan“ stellte. In der Doppelstunde ging es aber vor allem darum, warum der Helm auf jeden Fall getragen werden sollte. Der „Melonentest“ aus einem kurzen Filmclip veranschaulichte sehr nachdrücklich, was bei einem Aufprall mit dem ungeschützten Kopf passieren kann. Eine Szene, die manche Schülerin und manchem Schüler kurz aufschrecken ließ. Ebenso beeindruckend war eine weitere Filmszene, die die Wichtigkeit und Verletzlichkeit unseres Gehirns demonstrierte. Neben den beiden Kurzfilmen verstand der Polizeioberkommissar es aber auch, den Schülerinnen und Schülern nochmals wichtige Verkehrsregeln ins Gedächtnis zu rufen, präsentierte, wie man im Dunkeln sichtbarer werden kann und erklärte, wie der Helm richtig getragen wird. Unfallbeispiele aus dem Raum Mosbach zeigten am Ende nochmals deutlich den Unterschied zwischen Tragen und Nichtragen eines Helms. Die beeindruckte Schülerschaft sparte nicht mit eigenen Geschichten aus ihrem persönlichen Umfeld, die auch deutlich aufzeigen, wie dieses Thema jeden etwas angeht. So fiel der abschließende Appell des Polizeioberkommissars, beim Fahrradfahren immer einen Helm zu tragen und dies auch Freunden und Familienmitglieder nahezulegen auf fruchtbaren Boden.
Stressbewältigungs-Workshops in Klassenstufe 9 und 10
In der vergangenen Woche fanden drei Workshops zum Thema Stressbewältigung für die Klasse 9aG sowie die Klassen 10a und 10b statt, durchgeführt von Jennifer Amend-Groß, Gesundheitsmanagerin der Großen Kreisstadt Mosbach. Ziel der Workshops war es, Stress besser zu verstehen und den Schülerinnen und Schülern alltagstaugliche Strategien an die Hand zu geben, um mit Belastungen konstruktiv umzugehen.
Zu Beginn wurde thematisiert, was Stress ist, wie er sich auf Körper und Psyche auswirkt und warum Dauerstress krank machen kann. Die Jugendlichen lernten, dass Stress nicht nur von äußeren Faktoren wie Klassenarbeiten, Zeitdruck oder Konflikten ausgelöst wird, sondern auch durch innere Faktoren wie hohe Erwartungen an sich selbst oder negative Gedanken. Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der Frage, wie man selbst Einfluss auf sein Stresserleben nehmen kann. Dabei wurden unter anderem folgende Aspekte vermittelt:
* Beruhigung des Körpers durch bewusste Atmung, insbesondere durch eine verlängerte Ausatmung
* Stressabbau durch Bewegung
* Der Einfluss der eigenen Gedanken auf das Stressempfinden
In einer praktischen Übung wurde dieser Zusammenhang erlebbar gemacht: Die Schülerinnen und Schüler steigerten zunächst durch Bewegung bewusst ihren Puls und lernten anschließend, diesen mithilfe einer verlängerten Ausatmung wieder zu beruhigen. Anhand von Beispielen wurde deutlich gemacht, dass Fehler nicht automatisch etwas Negatives sind, sondern oft ein Zeichen von Mut und Lernbereitschaft. Auch der Umgang mit Noten wurde reflektiert: Noten zeigen eine momentane Leistung, sie sagen nichts über den Wert einer Person oder deren Zukunft aus. Abschließend leitete Amend-Groß eine geführte Meditation an, eine Entspannungstechnik, die die Gedanken beruhigen soll. Die Workshops vermittelten den Schülerinnen und Schülern, dass Stress zum Leben dazugehört, man ihm aber nicht hilflos ausgeliefert ist und dass Selbstfürsorge, Mut und Unterstützung wichtige Ressourcen im (Schul-)Alltag sind.