Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zum Footer springen
Schülerinnen und Schüler bilden die Buchstaben PRS

Verabschiedung Frau Hellmann

Der 17. Juli war ein ganz besonderer Tag für die 53 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen der Pestalozzi-Realschule Mosbach, denn er markierte ihren letzten offiziellen Schultag an der PRS.

Begonnen hatte dieser feierliche Abend um 17 Uhr mit dem Abschlussgottesdienst in der St. Josef-Kirche unter dem Motto „Eine Tür schließt sich – eine andere Tür öffnet sich“. Die Schülerinnen Alena Groß und Sophie Spohrer (beide 10b) und der Schüler Adrian Milesevic (10b) führten die anwesenden Gäste auf würdevolle Weise durch das andachtsvolle Programm. Gemeinsam mit PRS-Kollege Tobias Henrich am Klavier sangen die Schülerinnen drei Musikstücke, darunter das wunderschöne irische Segenslied „Möge die Straße uns zusammenführen“. Auch die besinnlichen und ermutigenden Worte von Pfarrer Oliver Schüle, der den Gottesdienst unterstützte, und die von verschiedenen Schülerinnen und Schülern vorgebrachten Fürbitten stimmten auf den bevorstehenden Abschied ein. Zu Recht sprach PRS-Kollegin Irene Gimber, die diesen Gottesdienst mitorganisierte, allen beteiligten Schülerinnen und Schülern, aber besonders Alena, Sophie und Adrian, ein dickes Lob für diesen gelungenen, wunderschönen Abschlussgottesdienst aus.

Im Anschluss daran versammelten sich die Gäste im Schulgebäude, wo der Förderverein der PRS mit Laugengebäck und Sekt bereits für das leibliche Wohl sorgte. Bei anregenden Gesprächen und vielen Erinnerungen stieg die Vorfreude auf die anschließende Zeugnisübergabe.

Um 18.30 Uhr begann schließlich die Entlassfeier in der Aula der PRS. Unter den rockigen Klängen von „Hells Bells“ von ACDC zogen die Schülerinnen und Schüler in festlicher Kleidung in die Aula ein. Die stellvertretende Schulleiterin Petra Hellmann begrüßte die Absolventinnen und Absolventen sowie ihre Familien und Gäste herzlich und konnte ihre Emotionen nicht verbergen, als sie davon sprach, dass dies ihre letzter Entlassfeier sei, da sie in den Ruhestand gehe.

Nach der Darbietung von „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven durch die Streicherinnen Milena Bieler (10b), und den Ehemaligen Julia Fellhauer, Pelin Ergun und Jessica Erhard unter der Leitung von Mechthild Ziegler-Knapp und unterstützt von Petra Kral-Herkommer am Klavier trat Schulleiter Marco Schirk ans Rednerpult. Hinter ihm wurde das Bild einer Brücke an das Whiteboard projiziert, das zunächst für fragende Blicke sorgte. Marco Schirk erklärte, dass dies die „Neckarline“ sei, die am 24. April, und damit zwei Wochen vor den ersten schriftlichen Prüfungen, in Rottweil eröffnet worden sei. Diese 606 Meter lange Hängebrücke steht für das Sprichwort „Brücken verbinden nicht nur Orte – sie verbinden Menschen, Möglichkeiten und die Zukunft“. Und damit steht sie auch für einen neuen Lebensabschnitt unserer Absolventinnen und Absolventen, ein Lebensabschnitt voller Herausforderungen, Erfahrungen und neuer Chancen. Zudem betonte der Schulleiter, dass Schule mehr ist als Noten und Stundenpläne. Es seien die kleinen Begegnungen, die allseits vertrauten Gesichter und alltäglich gewordenen Rituale, die die Schulgemeinschaft prägen und so besonders machen. Zuletzt ermutigte er die Schülerinnen und Schüler nicht vor einer Brücke stehenzubleiben, sondern sie mutig zu überqueren, denn dafür sei sie gebaut.

Durch das weitere Programm führten Alena Groß und Adrian Milesevic aus der 10b, die souverän und mit Charme und Freude die einzelnen Programmpunkte ankündigten.

Den Auftakt der Zeugnisübergaben machte die Klasse 9aG mit ihrer Klassenlehrerin Nicola Wissenbach. Eine Schülerin und fünf Schüler durften ihre Hauptschulabschlusszeugnisse entgegennehmen. In einem selbstgeschriebenen Gedicht sprach die Lehrerin auf witzige Art und Weise so manche Schwierigkeit an, die es im Abschlussjahr für beide Seite zu überwinden gab. Dennoch waren auch Stolz und Anerkennung aus den Versen herauszuhören und der Auftritt gipfelte in einem kleinen Präsent, das die Lehrerin der Schülerin und den Schülern überreichte.

Es folgten die Zeugnisübergaben der 10ten Klassen, beginnend mit der 10a und ihrem Klassenlehrer Sebastian Mehn. Dieser nahm die Gäste mit auf eine besondere Reise durch die vergangenen beiden Schuljahre. Quasi unter dem Titel „10a – Die Serie“ ließ er die gemeinsame Zeit in fünf Episoden noch einmal Revue passieren. Die Schülerinnen und Schüler wurden dabei zu den Hauptdarstellerinnen und Hauptdarstellern ihrer ganz eigenen Erfolgsgeschichte, in der Abenteuer, Drama und Comedy gleichermaßen ihren Platz fanden. Mit viel Humor und liebevollen Anekdoten erinnerte er an ausgewählte Ereignisse der vergangenen zwei „Staffeln“ und zeigte eindrucksvoll, wie facettenreich das Leben der 10a gewesen ist.

Zwischen lustigen Momenten, kleinen Herausforderungen und unvergesslichen Erlebnissen wurde deutlich, dass jede und jeder Einzelne seinen ganz persönlichen Beitrag zu dieser besonderen Klassengemeinschaft geleistet hat. Im Abspann angekommen, wurde es schließlich noch einmal emotional: Als Abschiedsgeschenk erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Brief, den sie zu Beginn der 9. Klasse an ihr zukünftiges Ich geschrieben hatten, als eine berührende Erinnerung daran, welche Wünsche, Hoffnungen und Ziele sie vor zwei Jahren begleitet hatten und wie weit sie inzwischen gekommen sind. Ergänzt wurde dieses persönliche Geschenk durch selbst gestaltete „Werwolfkarten“, die die gemeinsamen Spielstunden und die besondere Dynamik der Klasse auf humorvolle Weise widerspiegelten.

Die Schülerinnen und Schüler wiederrum dankten ihrem Klassenlehrer und ihren Kernfachlehrerinnen und -lehrern mit der Übergabe kleiner Präsente und gaben unter der Leitung ihres Englisch- und Musiklehrers Janik Schweigert eine instrumentale Version aus Keyboard, Trompete, Saxofon, Querflöte und Kistentrommeln des Songs „Zombie“ von den Cranberries zum Besten.

Klassenlehrer Frederik Brauneis ließ im Anschluss an die Zeugnisübergabe die vergangenen beiden Jahre der Klasse 10b anhand von drei Bildern noch einmal lebendig werden. Das erste Bild zeigte einen Schüler beim Abseilen an einem Wasserfall, aufgenommen bei der gemeinsamen Klassenfahrt und ein Sinnbild für den Mut, den Durchhaltewillen und das Vermögen, neue Wege zu gehen. Eigenschaften, die die Schülerinnen und Schüler im Schulalltag mehrfach gezeigt hatten.

Auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkte das zweite Bild, das die Innenseite eines Augenlids zeigte und ebenfalls auf die gemeinsame Klassenfahrt anspielte. Dieses Bild symbolisiert die Macht der Sonne, die man auch durch die geschlossenen Augen wahrnimmt und für all jene Quellen steht, aus denen die Jugendlichen besonders in herausfordernden Lebensabschnitten Kraft schöpfen können, Quellen bestehend aus Familie, Freunden und weiteren Bezugspersonen.

Das dritte Bild zeigte schließlich die gesamte Klasse vor dem Schulgebäude, die mit ausgestreckten Fingern gemeinsam in eine Richtung deutet. Es zeigt nicht nur die Gemeinsamkeit durch die Schule, sondern auch das Anvisieren von Träumen und Zielen außerhalb des Bildes.

Mit seinen Bildern und den dazugehörigen Geschichten gelang es Frederik Brauneis, die vergangenen zwei Jahre auf ebenso humorvolle wie nachdenkliche Weise zusammenzufassen und der Klasse 10b beste Wünsche für ihren weiteren Lebensweg mitzugeben.

Auch die Schülerinnen und Schüler ehrten ihren Klassenlehrer und weitere Lehrkräfte mit kleinen Präsenten und dem etwas umgeschriebenen Song „Feuerwerk“ von Vincent Weiß, den sie meisterlich vorzutragen wussten. Zudem zeigte ein Zusammenschnitt aus Bildern und kleinen Filmszenen die wichtigsten Highlights aus den bewegenden letzten zwei Jahren.

Nachdem nun alle Zeugnisse offiziell überreicht waren, trat Schülersprecherin Bianka Gál aus der 10a ans Rednerpult. In ihrer Abschlussrede spann sie den Bogen zurück in Klasse 5, als die Prüfungen noch wie ein schreckliches Ungeheuer anmuteten, um sich dann doch als nicht ganz so schlimm herauszustellen. Einprägsam waren auch das Lernen in Coronazeiten, also Lernen im Schlafanzug zuhause und später mit Maske im Klassenzimmer und der Umzug in das neue Schulgebäude. Doch sie haben alle zusammen bewiesen, dass sie mit Krisen und Herausforderungen umzugehen wissen. Zum Schluss sprach Bianka auch allen Eltern, Lehrkräften und nicht zu vergessen den Schülerinnen und Schülern selbst tiefen Dank aus.

Und wie jedes Jahr dürfen die vom Förderverein gestifteten Preise für die besten Leistungen nicht vergessen werden. Diese gingen an Maxim Bosch aus der 9aG für die beste Englischprüfung, an Alexandru Ciurcas für die beste Matheprüfung und an Juliana Brunner für die beste Deutschprüfung und für das beste Gesamtergebnis Hauptschule.

Bei der Realschulprüfung wurden geehrt: Felix Werner (10b) für die beste Matheprüfung, Niklas Weber (10a) für die beste Technikprüfung, Ida Jung (10b) für die besten Leistungen in Deutsch und AES und Alena Groß (10b) für die besten Leistungen in Englisch und Französisch sowie das beste Gesamtergebnis mit einem Schnitt von 1,2.

Nach diesen ehrenvollen Auszeichnungen spielten die Streicherinnen zusammen mit Mechthild Ziegler-Knapp (Geige) und Petra Kral-Herkommer (Klavier) das Stück „Menuett“ von Johann Sebastian Bach und zauberten damit einen wundervollen musikalischen Abschluss.

Eine letzte Auszeichnung fehlte aber noch. Mechthild Ziegler-Knapp verabschiedete Milena Bieler aus der 10b aus der Streicher-AG, die sich seit der 5. Klasse mit Freude dem Geigespielen hingibt und den überreichten Preis der Konzertgemeinde Mosbach mehr als verdient hat. Auch für die treuen ehemaligen Schülerinnen Julia Fellhauer, Pelin Ergun und Jessica Erhard gab es Dank und Blumen.

Zum Schluss dieses wundervollen Events sprach Schulleiter Marco Schirk nochmals allen Beteiligten tiefen Dank aus und überreichte kleine Präsente als Zeichen der Anerkennung.

Mit ihren Abschlusszeugnissen in den Händen und vielen schönen Erinnerungen im Gepäck verabschiedeten sich die Absolventinnen und Absolventen von der Pestalozzi-Realschule Mosbach. Für ihren weiteren Lebensweg wünschen wir ihnen Mut, Zuversicht und viel Erfolg bei allem, was vor ihnen liegt.